News from Augustdorf.

28.10.2010
Peter und Brigitte Hoppe (links) begutachten die produzierten Teile, während Abteilungsleiter Raphael Lorenz gemeinsam mit Viktor Ruck die übrig gebliebene Metallplatte abhebt.

Lippische Landeszeitung

"Investition in Krisenzeiten zahlt sich jetzt aus." Die Lippische Landeszeitung berichtet über die Investition der Peter Hoppe GmbH und wie das Augustdorfer Unternehmen mit der Stanzerei, dem Laserschneiden und CNC-Biegen positiv in die Zukunft blickt.

Augustdorf. Noch zu Hoch-Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich der Augustdorfer Unternehmer Peter Hoppe zu neuen Investitionen entschlossen. Jetzt erntet er den Erfolg, die Auftragsbücher sind voll.
Es gibt gute Wirtschaftsnachrichten - hier ist so eine: Noch vor zwei Jahren wollte Peter Hoppe (61), Geschäftsführer der Peter Hoppe GmbH, eigentlich keine großen neuen Schritte in der Entwicklung seiner Stanzerei mehr gehen, sondern das eigene, seit 1982 aufgebaute Unternehmen arrondieren. Doch dann siegte der Wunsch, technisch und wirtschaftlich noch einmal Neuland zu betreten. Für insgesamt rund zwei Millionen Euro - viel Geld für den kleinen Mittelständler - wurden eine Halle und ein Verwaltungstrakt neu gebaut, und Hoppe schaffte neue Maschinen an. Kernstück der Investition sind eine Laserschneidmaschine "TruLaser" der Firma Trumpf und eine neue CNC-Abkant-/ Biegemaschine.

Es gibt ein Leben nach der Krise
Das alles spielte sich mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise ab. Aber der Firmenchef setzte auf antizyklisches Denken. "Ich habe immer gesagt, es gibt auch ein Leben nach der Krise", schildert Peter Hoppe. Zu spät zu investieren, wäre seiner Meinung nach von Nachteil gewesen. "Es war genau die richtige Zeit", freut er sich heute. Der Laserschneider sei erst seit drei Wochen im Dienst, stoße aber schon an die Kapazitätsgrenze. Anfang 2011 soll nun ein computergestütztes Lagersystem für die unterschiedlichen Materialien aufgebaut werden, die der Laser bearbeiten kann. Und der Schloß Holter Peter Hoppe denkt inzwischen darüber nach, im nächsten Jahr die Produktionskapazitäten noch einmal zu erweitern und die Mitarbeiterzahl von derzeit 15 zu erhöhen.

Hoppes Firma ist ein wirkliches Familienunternehmen: Ehefrau Brigitte arbeitet als Assistentin der Geschäftsführung, Tochter Claudia sorgt als Mitinhaberin einer Werbeagentur für den Außenauftritt.

Es brummt am Firmensitz Nord-West-Ring. Das ist quasi körperlich zu spüren, denn die Pressen und Stanzen, die dort im Zweischicht-Betrieb laufen, lassen den Boden vibrieren. Das Unternehmen sieht sich als Partner für Firmen aus der Elektro-, Automobil- oder Bauindustrie, für die nicht nur einzelne Stanzteile, sondern ganze Baugruppen geliefert werden. Viele Anfragen für Kleinserien oder Prototypen habe man aber früher ablehnen müssen, erläutert Peter Hoppe. Deshalb reifte der Entschluss, in die Lasertechnik zu investieren, mit der auch Kleinstserien ohne großen Aufwand im Werkzeugbau hergestellt werden können. Hoppe: "Diese Flexibilität ist jetzt unser großes Plus im Wettbewerb."

Redakteur/Autor: Thorsten Engelhardt
Herausgeber: Lippische Landeszeitung